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Ausstellung im Münsterer Dorfmuseum
13.06.17
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Foto: Finger

"Unser tägliches Brot"

Brot ist in Deutschland das Grundnahrungsmittel Nummer 1. Stellvertretend für alles, was wir zum Leben brauchen, wird es im Gebet Jesu als "tägliches Brot" von Gott erbeten. Und Luthers Erklärung im Kleinen Katechismus unterstreicht diesen Anspruch in aller Deutlichkeit.

Dem Brot widmet sich eine Ausstellung von Gemeindepfarrer Ulrich Finger im Dorfmuseum in Münster. Unter dem Titel "Unser tägliches Brot gib uns heute" hat er aus seiner umfangreichen historischen Sammlung für den örtlichen Geschichtsverein eine Ausstellung zusammen gestellt, die das Brot in den Mittelpunkt rückt. Eine bunte Ausstellung von historischen Postkarten, Briefmarken Stempeln, Werbemarken, Liebig-Sammelbildern, Flugblättern und Plakaten, dazu einigen wenigen Texte aus der Geschichte mit Geschichten rund ums Brot.

Bei der Ausstellungseröffnung im Dorfmuseum Münster gab es dann eben nicht nur was zu sehen, sondern auch Lieder und Geschichten zum Brot. Und natürlich auch frischen Bäckerbrot mit Butter und Konfitüre aus der Pfarrhofküche. Aber eben auch vieles zu sehen - zumeist auf historischen Postkarten.

Deutlich wurde die Bedeutung des Brotes durch einen Blick in das Jahr 1917: Postkarten mit Durchhalteparolen, Lebensmittelkarten aber auch Bildern von Brot und Not im Krieg gab es zu sehen. Die ausgestellten Lebensmittelkarten stammen aus allen Gebieten des damaligen Deutschen Reiches.

Im "Jahr ohne Sommer" 1816/1817 spielte der Brotmangel auch eine große Rolle. Und Texte aus historischen Zeitschriften (Nassauischer Intelligenz-Anzeiger) und dem Münsterer Pfarrarchiv beschreiben die Bedeutung des Brotes in jener Zeit: Brotrezepte mit Kartoffeln und anderen Zutaten spiegeln die Not auch der Landbevölkerung.

Zugleich stritt man bei der Umsetzung der Nassauischen Union (Reformationstag 1817), wie denn das Brot für das erste gemeinsame Abendmahl mit Lutheranern und Reformierten beschaffen sein müsse.

Weitere Ausstellungstafeln zeigen Darstellungen von "Brot" in der Kunst - wiederum illustriert durch historischen Postkarten unter anderen von Otto Ubbelohde, Käthe Kollwitz, Ludwig Richter und vielen anderen Künstlern, die biblische Bezüge zum "Brot des Lebens" künstlerisch umgesetzt haben. Aber auch Brotsegen und Tischgebet fehlen nicht.   

Vervollständigt wird die Ausstellung im Münsterer Dorfmuseum durch eine Vielzahl von Plakaten und Flugblättern aus der Geschichte des evangelischen Hilfswerkes "Brot für die Welt".

Beim Brunnenfest am 1. Juli wird die Ausstellung noch einmal geöffnet sein. Sonderbesichtigungen sind nach Rücksprache mit Pfarrer Finger möglich.


Bei der Eröffnung der "Brot-Ausstellung" im Münsterer Dorfmuseum ging auch die Spendenbüchse um. Wie Pfarrer Finger (Foto, zweiter von rechts) und seine Ehefrau Uschi (Foto, links)  ansagten, wird der gespendete Betrag aus der Kasse des "Marmeladenpfarramts" aufgestockt auf die Summe von 1000 Euro - zu Gunsten von "Brot für die Welt". Das Foto zeigt weitere Mitglieder des Vorstandes des Münsterer Geschichtsvereins.

Das Marmeladenpfarramt auf dem Münzenberg und in Königstein
07.06.17
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Das späte Frühjahr ist traditionell auch die Zeit vieler Mittelaltermärkte in der Region. Auch das Marmeladenpfarramt war wieder unterwegs im Mittelalter und bot am Pfingstsamstag in Münzenberg (Foto) und am Wochenende zuvor beim "heißen Markt" in Königstein mit einem kleinen Sortiment köstliche Konfitüren und Gelees aus der Pfarrhofküche an.

Trotz der manchmal leider schwankenden Wetterverhältnisse haben wir uns darüber freuen können zahlreiche Freunde und Bekannte wiederzusehen und hoffen, dass es nicht das letzte Mal für diese Saison gewesen ist!

Es ist Rhabarber-Zeit!
18.05.17
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Foto: Ulrich Finger

Ist der Sommer endlich da?

Auch wenn es in unserer Region durch die Frostnächte wohl große Ausfälle beim Obst geben wird; die Rhabarber-Ernte ist hervorragend!

Etwa ein Zentner der würzigen Stängel wurde an einem lauen Frühsommerabend zur weiteren Verarbeitung in Form gebracht: abgezogen und in kleine Stücke geschnitten, um so zu guter Rhabarber-Konfitüre zu werden. Oder um zum Wohlgeschmack der Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre beizutragen.

Lasst uns auf eine ebenso gute Erdbeer-Ernte hoffen!

Bischof aus Ghana besucht das Marmeladenpfarramt
02.05.17
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Foto: Bettina Bender

Hohen Besuch gab es am Nachmittag des 1. Mai am Stand des Marmeladenpfarramts bei den Freienfelser Ritterspielen. Nämlich den Leiter der Presbyterianischen Kirche in Ghana, Propst Kofi Amfo-Akonnor gemeinsam mit einigen Mitgliedern des Ghana-Arbeitskreises im Evangelischen Dekanat Runkel. Dabei durfte natürlich ein Besuch bei uns nicht fehlen.

In den letzten Jahren haben wir bereits mehrfach Spenden zu Gunsten der Gesundheits- und Bildungsarbeit in der ghanaischen Partnerkirche getätigt. Darunter an diesem Wochenende auch die Kollekte der Feldandacht.

Obwohl am Montag das Wetter nicht ganz so kooperativ war, unser Gast aus Ghana hatte seine Freude bei den Ritterspielen.

Auf dem Bild:  Bischof Kofi Amfo-Akonnor (zweiter von Rechts) umgeben von den Mitgliedern des Ghana-Partnerschaftsausschusses im Evangelischen Dekanat Runkel Pfarrerin Bettina Bender (Wolfenhausen) (ganz rechts) und Hilde Schwenk, gemeinsam mit Uschi und Ulrich Finger, sowie den Eheleuten Uwe und Carola von der Feldbeckerey, die auch in diesem Jahr wieder ein Motivbrot für die sonntägliche Feldandacht gebacken hatten.