Aktuelles

Eine Reise durch die Geschichte des jüdischen Volkes
15.04.18
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Foto: Finger

Eine spannende Reise durch die jüdische Geschichte gab es in Weyer. Mit Dany Bober war ein brillanter Kenner der Geschichte des Judentums zu Gast in der Weyerer Kirche. Und er verstand es auch, mit viel Humor und unzähligen lebensnahen Anekdoten besonders die Geschichte des deutschen und des osteuropäischen Judentums wieder lebendig zu machen. 
Hebräisch, jiddisch und hessisch - in Texten und Liedern wechselten sich die Sprachen immer wieder ab. Sie illustrieren zugleich die Lebensgeschichte Bobers, der als Kind jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland wenige Tage nach der Staatsgründung in Israel geboren wurde, in den 50er Jahren aber mit seinen Eltern nach Frankfurt, in die Heimatstadt des Vaters, remigrierte. 
Geschichtlich spannte Bober einen Bogen über 3000 Jahre: Von der Eroberung Jerusalems durch König David und die Geschichte des ersten Tempels, durch die Geschichte einer Region im Spannungsfeld der jeweiligen Weltgeschichte bis zur Vertreibung der Juden aus Palästina zur Zeit der Römer. Dann der Aufbau wichtiger Gemeinden in Europa, die ersten Pogromen in der Zeit der Kreuzzüge. Dann aber auch die konstruktive Verwicklung jüdischer Deutscher in den demokratischen Aufbau eines deutschen Gemeinwesens und die brutale Ausrottung durch Nazideutschland. Zu jeder Episode wusste Bober Geschichten zu erzählen und Lieder zu singen. Und natürlich auch von der Hoffnung zu sprechen - der Erwartung der Ankunft oder der Wiederkunft des Messias. 
Neben reichlichem Applaus gab es für Dany Bober ein Präsent vom Marmeladenpfarramt. Während Uschi Finger Apfelgelee und Hagebuttenkonfitüre überreichte, erzählte Pfarrer Ulrich Finger die Geschichten dazu: Die Geschichte vom Baum der Versuchung im Paradiesgarten. Und die Geschichte vom brennenden Dornbusch in der Wüste, aus dem Gott Moses zur Befreiung seines Volkes aus der Sklaverei beauftragte. Ob der Dornbusch wirklich Hagebutte war, ist nicht überliefert. Aber so wie die Dornenkrone dem Gekreuzigten aufgedrückt wurde, so steht die Rose im Zentrum des Wappens von Martin Luther, der Lutherrose.    

Sonnengrüße vom Schiffenberg
14.04.18
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Foto: Dominik Plath

Dieses Wochenende begann für uns die Mittelalter-Saison auf dem Schiffenberg bei Gießen. Trotz den Unwettern am Vortag konnten wir einen schönen Markt mit strahlendem Sonnenschein in Innenhof der Basilika aus dem 12. Jahrhundert verleben.
Danke an die Veranstalter, die Händler, Lager und sonstigen Mitwirkenden. Und natürlich an alle Besucher und Marmeladen-Liebhaber.
Natürlich konnten wir es nicht lassen ein, bisschen Werbung in eigener Sache zu machen - in zwei Wochen sind schon die 25. Freienfelser Ritterspiele: am 28./29. April und am 1. Mai warten wieder Markt, Heerlager, Turniere und Musikanten auf zahlreiche Besucher. Und wie schon die letzten Jahre findet wieder eine ökumenische Feldandacht am Turnierplatz statt.

 

Gründonnerstag: Gemeinschaftsmahl erinnert an Einsetzung des Abendmahls
30.03.18
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In Anlehnung an das letzte gemeinsame Passah-Mahl Jesu mit seinen Jüngerinnen und Jüngern am Vorabend seines Kreuzestodes und in Erinnerung an die Einsetzung des Abendmahls feierte eine große Gemeinde in der Münsterer Mehrzweckhalle auf Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde ein Gemeinschaftsmahl.
Im Zuge der gottesdienstlichen Einleitung erinnerten die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gemeinden an die Bedeutung von Brot in der biblischen Tradition. Nicht nur das Manna in der Wüste nach der Befreiung aus der Sklaverei wurde genannt, sondern auch die Brot-Worte Jesu und die Erklärungen Luthers zur Brotbitte, die Versuchung Jesu in der Wüste und der Bericht von den Jüngern, die am Ostermorgen nach Emmaus zogen und Jesus erkannten, wie er ihnen das Brot brach.  
Musikalisch ausgestaltet und begleitet wurde das Gemeinschaftsmahl durch gemeinsame Lieder zur Gitarre und deutende Worte von Uli Finger; der Verzehr eines reichhaltiges Buffet aus Salaten schloss sich an mit der ausgesprochenen Vorgabe, miteinander zu teilen und sich gegenseitig zu bedienen. 
Das Gemeinschaftsmahl an Gründonnerstag findet in Münster alle zwei Jahre statt. Im kommenden Jahr wird es in Weyer wieder ein Osterfeuer mit Osternacht geben. 
 

Frühlingsgrüße aus Weilmünster
12.03.18
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Das Marmeladenpfarramt sendet beste Wünsche vom ersten Markt der Saison, dem Frühlingsmarkt in Weilmünster. Ein guter Saisonbeginn mit mildem Frühlingswetter und vielen bekannten Gesichtern nach der Winterpause.
Danke an die Organisatoren des Marktes und an unseren Fotografen Carsten von www.oberlahn.de, der uns so nett porträtiert hat.