Aktuelles

Evangelisches Marmeladenpfarramt: Spenden für die Flüchtlingsarbeit
06.12.15
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Die letzte Spenden des „Evangelischen Marmeladenpfarramts“ in diesem Jahr gehen an die Flüchtlingshilfe. Das verkündeten Uschi und Ulrich Finger beim Weihnachtsmarkt im Pfarrhof zu Münster. Fünf Organisationen werden dabei zu gleichen Teilen mit insgesamt 1250 Euro bedacht. Das Geld stammt aus dem Verkauf von „pfarrhausmacher“ Konfitüren und Gelees im zu Ende gehenden Jahr. 3750 Euro konnten im zu Ende gehenden Jahr 2015 gespendet werden, insgesamt konnten in den vergangenen 15 Jahren bereits gut 38.000 Euro erwirtschaftet und gespendet werden.

Mit jeweils 250 Euro werden die „Kindernothilfe“, das Deutsche Institut für ärztliche Mission (Difäm), die Vereinigte Evangelische Mission (VEM) und das Evangelische Dekanat Runkel und die Villmarer Flüchtlingshilfe bedacht.

Nutznießer bei der Spende für die weltweit engagierte „Kindernothilfe“ mit Sitz in Duisburg ist ein Projekt für syrische Flüchtlingskinder in Libanon, dort betreibt die Kindernothilfe beispielsweise ein Schutzzentrum für Flüchtlingskinder mit dem Namen „Al Mahabba“.

Das Difäm mit Sitz in Tübingen engagiert sich beispielhaft in der medizinischen Versorgung in den Ursprungsländern der Flüchtlinge wie auch in regionalen Flüchtlingslagern im Raum Tübingen.

Die VEM mit Zentrale in Wuppertal, die evangelische Kirchen in drei Kontinenten verbindet, hat unter dem Namen „Zuflucht ist ein Menschenrecht“ für das kommende Jahr wertvolle und biblisch fundierte Materialien für Gottesdienst und Gemeindeveranstaltungen herausgegeben. Des weiteren werden Menschenrechtsprojekte in den Herkunftsregionen der Flüchtlinge im östlichen und im westlichen Afrika sowie in Indonesien unterstützt.

Schließlich engagiert sich das Evangelische Dekanat Runkel, zahlreiche Kirchengemeinden und viele christlich motivierte Einzelpersonen und Gemeindegruppen bei der Arbeit mit Flüchtlingen in der Region.

So bekommen die Flüchtlingsarbeit des Evangelischen Dekanats Runkel und die Villmarer Flüchtlingshilfe jeweils eine Spende von 250 Euro.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Wolfenhausen, beim Adventssingen in Weyer, bei der Burgweihnacht in Freienfels sowie auf dem Villmarer und auf dem Münsterer Weihnachtsmarkt (Foto) konnte das Team des Evangelischen Marmeladenpfarramts wieder einen guten Umsatz für die gute Sache machen.

Am letzten Adventswochenende bietet der Weilburger Bürgermeister Schick im Markthäuschen der Stadt auf dem dortigen Weihnachtsmarkt noch einmal Konfitüren und Gelees des „Evangelischen Marmeladenpfarramts“ an. Bis zum nächsten Markt – voraussichtlich dem Frühlingsmarkt in Weilmünster im kommenden März, gibt es im Weilburger Altstadtladen, in Weilmünster bei der Gärtnerei Wern oder direkt beim Pfarramt in Münster Gelegenheit, sich mit leckerem Brotaufstrich des „Marmeladenpfarramts“ zu versorgen. 

Gemeinsame Reismahlzeit beim Gottesdienst zum Missionsthema
23.08.15
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Hilfe für Menschen am Dach der Welt

Einen Einblick in die Arbeit der Gossner Mission gab es beim Missions-Gottesdienst in der Weyrer Kirche. Schwerpunkt war die Hilfsarbeit des traditionsreichen Missionswerkes in den Erdbeben-Katastrophengebieten Nepals.

Schon lange sind die Berichte über die Erdbebenkatastrophe in Nepal aus den Nachrichtensendungen verschwunden. Ende April hatte in Nepal, einem der ärmsten Länder der Welt, die Erde gebebt, die Fernsehsender zeigten Bilder der Zerstörung zumeist aus de Hauptstadt Katmandu und berichteten über die Schwierigkeiten, gerade die Menschen in den entlegenen Regionen des Landes zu unterstützen.

Über die Hilfsarbeit der Gossner Mission gerade in diesen ländlichen Gebieten Nepals berichtete im Gottesdienst und bei einer anschließender Bilder-Schau in der Weyrer Kirche Pfarrer Wolfram Walbrach, Projektkoordinator der Gossner Mission für Nepal und Indien. Besonderes Augenmerk richtete er dabei auf die Region Dhading, wo die United Mission to Nepal (UMN) als Partnerorganisation hilfreich tätig ist. In der Teilweise nur durch Fußpfade erreichbaren ländlichen Region wurden etwa 50 000 Menschen zuerst mit Hilfsgütern versorgt, mittlerweile widmet sich die UMN gemeinsam mit den Partnern in der Region dem Wiederaufbau einer Region und einer Infrastruktur, wo etwa 90 Prozent der Häuser bei den Erdbeben zerstört wurden.

Dankbar zeigte sich Pfarrer Wolfram Walbrach für die große Spendenbereitschaft gerade der deutschen Bevölkerung für die den Menschen in der Katastrophenregion. Auch die Gossner Mission habe viele Spenden bekommen, schließlich wisse man in Deutschland um die enge Verbindung der traditionsreichen Missionsgesellschaft zu Nepal. Dankbar zeigte er sich auch für die 1000 Euro-Spende aus der „Marmeladenkasse“, mit der Uschi und Pfr. Ulrich Finger den Kontakt zur Gossner Mission hergesellt hatten.

In der Predigt des Gottesdienstes in der Weyrer Kirche stellte der Pfarrer aus Berlin dann die Sicht des biblischen „Missionsbefehls“ aus Matthäus 28 dar, wie sie grundlegend für das Missionsverständnis der Gossner Mission ist. So sei der Taufauftrag Christi kein Befehl, sondern der Auftrag, miteinander zu lernen und sich miteinander auf den Weg zu machen. Ziele der Gossner Mission seien eine spirituelle religiöse Befreiung und die Verbesserung der Lebensumstände.

„Wenn ihr weitermacht, wie ich es getan habe und vorgelebt habe, wenn ihr weitermacht und miteinander einen guten Dialog führt für die Verbesserung der Lebensqualität und auch Umkehr ermöglicht, dann bin ich bei euch alle Tage in der Mitte eurer Gemeinschaft.“ So eine zeitgemäße Übertragung des Missionsverständnisses Jesu.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es auf Einladung des Weyrer Kirchenvorstandes noch eine gute gemeinsame Reismahlzeit mit Soßen nach nepalesischen oder indischen Rezepten, eine weitere stattliche Spende für die Gossner Mission und ein Marmeladengeschenk für den Gast aus Berlin.

Eine gemeinsame Reismahlzeit vor der Weyrer Kirche rundete den Gottesdienstmorgen ab.